US-Präsident Donald Trump sagt, China habe Daten von Millionen US-Wählerinnen und Wählern gestohlen – Beweise dafür hat er noch nicht gezeigt.
Was ist passiert? Trump hat in einer Rede an die Nation gesagt, dass China über mehrere Jahre hinweg 220 Millionen Datensätze von US-Wählerinnen und Wählern gesammelt haben soll. Er nennt den Vorgang den "größten Hackerangriffs auf Wahldaten in der Geschichte". Konkrete Beweise oder Dokumente hat er bisher aber nicht vorgelegt – er will sie erst noch veröffentlichen.
Wer hilft oder reagiert? In den USA prüfen Geheimdienste und Expertinnen für Cybersicherheit solche Vorfälle. Auch Wahlforscherinnen und Wahlforscher erinnern daran, dass gestohlene Daten allein noch nicht bedeuten, dass eine Wahl tatsächlich manipuliert wurde. Sie wollen abwarten, welche Dokumente Trump wirklich zeigt, bevor sie ein Urteil fällen.
Was kannst du tun? Wenn dich das Thema interessiert, schau dir seriöse Quellen an, zum Beispiel die Tagesschau, die Süddeutsche Zeitung oder den Deutschlandfunk. Sei misstrauisch, wenn Schlagzeilen nur Panik machen wollen, und bilde dir erst dann eine Meinung, wenn Fakten geprüft sind. Hackerangriffe auf Wahlen betreffen am Ende auch deine eigene Stimme – zum Beispiel bei Wahlen in Deutschland oder der EU.
Warum ist das für dich wichtig?
Wenn Wahlen und Daten angegriffen werden können, geht das dich und deine eigene Stimme bei Wahlen direkt etwas an.
