Der US-Präsident Donald Trump hat eine umstrittene Praxis der Einwanderungsbehörde ICE wieder erlaubt – dabei waren zuvor zwei Menschen bei solchen Kontrollen erschossen worden.

In den USA gab es in kurzer Zeit zwei schlimme Vorfälle: Ein ICE-Beamter hat einen 25-jährigen Mann aus Kolumbien in seinem Auto in Maine erschossen, ein weiterer ICE-Beamter erschoss sechs Tage zuvor einen Mann aus Mexiko in Houston. In beiden Fällen war der Fahrer nicht einmal das eigentliche Ziel der Polizeiaktion. Die zwei Schüsse haben viel Wut und Proteste auf den Straßen ausgelöst.

Nach den Todesschüssen hatten wichtige Leute in Trumps eigener Regierung die Verkehrskontrollen der ICE vorübergehend gestoppt. Trump hat das aber wieder rückgängig gemacht. Auf seinem Online-Kanal Truth Social schrieb er, die Kontrollen seien eines der wichtigsten Werkzeuge im Kampf gegen Verbrechen. Auch Politiker aus seiner eigenen Partei, zum Beispiel die Senatorin Susan Collins, hatten gefordert, die Praxis zu beenden. In den USA gehen die Meinungen über die Einwanderungspolitik seit Langem stark auseinander.