Auf der kleinen dänischen Insel Anholt wurde am Samstag der tote Buckelwal „Timmy“ an Land gezogen, damit Forscher herausfinden können, woran er gestorben ist.

Stell dir vor, du machst Urlaub an einem schönen Strand und plötzlich liegt da ein riesiger, toter Wal. Genau das ist auf der Insel Anholt passiert. Der Buckelwal mit dem Spitznamen „Timmy“ trieb wochenlang tot im Wasser, direkt vor dem beliebtesten Badeplatz der Insel. Die knapp 130 Bewohner hatten Angst, dass der stinkende Kadaver Urlauber vertreibt und den Strand verdreckt. Deshalb haben Helfer das Tier jetzt mit einem Fahrzeug an Land gezogen.

Jetzt kümmern sich Experten um den Wal. Der bekannte Walforscher Peter Teglberg Madsen von der Universität Aarhus leitet die Untersuchung. Er macht das schon seit 25 Jahren. In der nächsten Woche wird der Strand abgesperrt, und ein Team aus Tierärzten und Fachleuten schaut sich den Wal ganz genau an. Sie wollen vor allem herausfinden, woran er gestorben ist. Ein wichtiger Punkt ist, ob er vielleicht alte Fischernetze oder Plastik verschluckt hatte, denn das ist bei gestrandeten Walen leider oft die Todesursache.

Auch wenn du nicht auf Anholt bist, kannst du etwas tun. Der Forscher Madsen sagt, wir sollten uns freuen, dass es wieder mehr Buckelwale in der Ostsee gibt. Viel wichtiger als die Rettung eines einzelnen Tieres sei es, dafür zu sorgen, dass Wale gar nicht erst in Gefahr geraten. Du kannst zum Beispiel darauf achten, keinen Müll am Strand liegen zu lassen, denn Plastik im Meer ist eine große Gefahr für viele Tiere. Wenn du mehr über den Schutz der Meere erfahren willst, findest du bei Umweltorganisationen wie dem NABU oder WWF gute Infos.