Auf der kleinen dänischen Insel Anholt wurde am Samstag ein toter Buckelwal an Land gezogen, der seit Wochen in der Ostsee trieb.

Stell dir vor, du bist an deinem Lieblingsstrand und plötzlich liegt da ein riesiger, toter Wal. Genau das ist auf der Insel Anholt passiert. Der Buckelwal mit dem Spitznamen 'Timmy' war schon länger krank und geschwächt. Er war zuvor an der deutschen Küste unterwegs und wurde von Privatleuten in einer Metallbox aufs Meer gebracht, um ihn zu retten. Doch der Wal hatte keine Chance. Jetzt liegt sein Kadaver am beliebtesten Strand der Insel und muss untersucht werden.

Die dänischen Behörden haben den Strand abgesperrt, um Menschen zu schützen, denn von dem toten Tier können Infektionen ausgehen. In der nächsten Woche werden Tierärzte und Experten den Wal genau untersuchen. Der bekannte Walforscher Peter Teglberg Madsen von der Universität Aarhus ist seit 25 Jahren bei solchen Obduktionen dabei. Er und sein Team wollen herausfinden, woran der Wal gestorben ist. Dabei achten sie besonders darauf, ob Fischernetze oder Plastik im Spiel waren, denn das ist bei gestrandeten Walen in Dänemark leider oft der Fall.

Auch wenn du weit weg von Dänemark wohnst, kannst du etwas tun. Achte darauf, keinen Müll, vor allem kein Plastik, in der Natur oder an Gewässern liegen zu lassen – vieles davon landet irgendwann im Meer und wird für Tiere zur tödlichen Falle. Wenn du am Meer bist und einen gestrandeten Wal oder Delfin siehst, halte Abstand und informiere sofort die Polizei oder die Küstenwache, anstatt selbst zu helfen. Und wenn du von privaten Tierrettungsaktionen hörst: Unterstütze lieber offizielle Organisationen, die mit Fachleuten zusammenarbeiten, denn gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.