Der große Industriekonzern Thyssenkrupp will 49 Prozent seiner Logistik- und Werkstofftochter tk accelis an die Börse bringen und damit das Unternehmen eigenständiger machen.

Stell dir vor, deine Familie hat ein großes Haus mit vielen Wohnungen. Bisher hat eine Person alles verwaltet – doch jetzt soll eine Wohnung ihr eigenes kleines Zuhause bekommen, mit eigener Tür und eigenem Schlüssel. Genau das passiert gerade bei Thyssenkrupp: Das Unternehmen, das in Essen seinen Sitz hat, möchte den Bereich tk accelis herauslösen und ihn mit einer eigenen Börsennotiz unabhängiger machen. Der Aufsichtsrat hat den Aktionären empfohlen, dem Plan zuzustimmen. Stimmen sie zu, bekommen sie tk accelis-Anteile im Verhältnis zu ihren bisherigen Thyssenkrupp-Aktien.

tk accelis ist erst seit wenigen Tagen der neue Name für die alte Sparte, die früher „Materials Services“ hieß. Dort arbeiten mehr als 15.000 Menschen. Sie sorgen dafür, dass Werkstoffe wie Stahl und Kunststoffe an die richtigen Orte geliefert und weiterverarbeitet werden – also Logistik und Materialhandel. Im Geschäftsjahr 2024/25 hat die Sparte 11,4 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Das ist eine riesige Summe, die zeigt, wie wichtig dieser Teil für den Konzern ist.