Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB will neue Aktien verkaufen und so rund 500 Millionen Euro bekommen, um weiter zu wachsen.

Kennst du Satelliten, Navigationssysteme oder Raketen? Das Unternehmen OHB aus Bremen baut genau solche Dinge. Es wurde vor 45 Jahren gegründet und hat heute rund 4.000 Mitarbeiter. Damit du verstehst, was OHB macht: Es entwickelt Satelliten, arbeitet an bemannter Raumfahrt und baut Weltrauminfrastruktur.

Jetzt will OHB sich frisches Geld holen. Dazu gibt das Unternehmen neue Aktien aus. Eine Aktie ist ein kleines Stück vom Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, ist also Miteigentümer. OHB will so rund 500 Millionen Euro einsammeln. Bestimmte Investoren bekommen die Aktien zuerst angeboten. Die Familie Fuchs, die das Unternehmen gegründet hat, will weiter das Sagen haben und die Mehrheit der Stimmrechte behalten.

Was passiert mit dem Geld? OHB will damit unter anderem Trägerraketen bauen, also Raketen, die Satelliten ins All bringen. Außerdem soll die Produktion an Standorten in Bremen, Turin, Stockholm, Oberpfaffenhofen und Augsburg wachsen. Ein Teil des Geldes fließt in neue Weltraummissionen, zum Beispiel in das europäische Navigationssystem Galileo oder in ein Observatorium für Gravitationswellen namens LISA.