In Thailand hat ein großer Prozess begonnen, bei dem 44 Politikerinnen und Politiker vor dem Obersten Gerichtshof stehen, weil sie ein umstrittenes Gesetz ändern wollten.
Was ist passiert? In Thailand wurde über viele Jahre ein Gesetz angewendet, das Kritik an König Maha Vajiralongkorn und seiner Familie verbietet. Wer das Gesetz bricht, kann bis zu 15 Jahre ins Gefängnis kommen. Eine Gruppe von 44 Politikerinnen und Politikern hatte 2021 versucht, dieses Gesetz zu reformieren. Jetzt wirft ihnen die Antikorruptionsbehörde vor, sie hätten gegen politische Ethikregeln verstoßen. Unter ihnen ist Natthaphong Ruengpanyawut, der Chef der reformorientierten Volkspartei. Niemand von den Angeklagten war am ersten Verhandlungstag im Gerichtssaal. Im Februar hatte seine Partei bei der Wahl den zweiten Platz gemacht. Bei einer Verurteilung dürfen die Betroffenen lebenslang keine politischen Ämter mehr beklegen und verlieren für zehn Jahre ihr Wahlrecht.
