Die CDU in Berlin will am Rand des Tempelhofer Felds neue Wohnungen bauen – und darüber nicht noch einmal die Bürgerinnen und Bürger abstimmen lassen.
Stell dir vor, mitten in Berlin liegt eine riesige Wiese: das Tempelhofer Feld. Es ist ungefähr 200 Hektar groß – das sind rund 280 Fußballfelder. Dort kannst du skateboarden, picknicken oder einfach spazieren gehen. Jetzt sagt ein Politiker namens Stefan Evers von der CDU: Wir sollten am Rand dieses Feldes neue Wohnungen bauen. Seiner Meinung nach könnten dort 50.000 Menschen ein Zuhause finden. Er sagt: "Die Menschen spüren doch, dass die Wohnungsnot ein Problem ist, das uns alle betrifft."
Im Jahr 2014 haben die Berlinerinnen und Berliner schon einmal abgestimmt. Damals haben die meisten gesagt: Das Tempelhofer Feld soll nicht bebaut werden. Evers sagt trotzdem, dass eine neue Abstimmung nicht nötig sei. Er findet, dass die Wahl im September reicht. Andere Parteien – die Grünen und die Linke – finden das nicht gut. Sie wollen, dass die Fläche so bleibt, wie sie ist. Evers meint dazu: "Der Volksentscheid liegt zwölf Jahre zurück, damals war die Not lange nicht so groß wie heute."
