Taiwans Vizeminister für auswärtige Angelegenheiten, Chen Ming-chi, hat die Bedeutung von US-Waffenlieferungen für den Frieden in der Region hervorgehoben. Dies erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen mit China, das Taiwan als sein Hoheitsgebiet beansprucht.

US-Rüstungspakete im Fokus

Im Dezember 2025 genehmigte die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein Rüstungspaket für Taiwan im Wert von 11 Milliarden Dollar. Nun wird ein weiteres Paket in Höhe von etwa 14 Milliarden Dollar erwogen. Chen Ming-chi verwies dabei auf den Taiwan Relations Act von 1979, der die USA verpflichtet, Taiwan mit defensiven Waffen zu versorgen.

Taiwan, das seit 1949 selbstverwaltet ist und etwa 80 Kilometer vor der Küste Chinas liegt, sieht sich zunehmend unter Druck. China hat seine militärischen Aktivitäten in der Region verstärkt und führt regelmäßig große Marineübungen in der Nähe Taiwans durch. Die Regierung in Taipeh betont jedoch, dass die Insel nie Teil der 1949 gegründeten Volksrepublik China war.

Reaktionen und diplomatische Spannungen

Karen Kuo, Sprecherin von Taiwans Präsident Lai Ching-te, bekräftigte die Erwartung an eine weitere Zusammenarbeit mit den USA gemäß dem Taiwan Relations Act. Sie bezeichnete Taiwan als "souveränen und unabhängigen demokratischen Staat" und wies die Ansprüche Pekings zurück: "Dies ist selbstverständlich, und die Behauptungen Pekings sind daher haltlos."