Ein sehr starker Wirbelsturm namens "Bavi" ist in der Nacht zum Montag auf die US-Inseln Guam, Rota, Saipan und Tinian im Pazifik getroffen.

Was ist passiert? Der Supertaifun "Bavi" hat in der Nacht zum Montag (Ortszeit) die US-Außengebiete Guam und die Nördlichen Marianen im Pazifik erreicht. Der US-Wetterdienst NWS sprach von einem "sehr gefährlichen" Sturm und warnte vor "katastrophalen" Schäden rund um das Auge des Wirbelsturms. Auf den Inseln regnete es sintflutartig, und es gab bereits Stromausfälle. Die Windgeschwindigkeiten erreichten nach Angaben des US-Taifun-Warnzentrums bis zu 350 Stundenkilometer. Besonders betroffen war die kleine Insel Rota mit nur rund 1.500 Einwohnern, auf die der Sturm direkt zusteuerte.

Wer hilft? Die Behörden haben den Notstand ausgerufen und Notunterkünfte geöffnet, in denen sich die Menschen in Sicherheit bringen konnten. Die Gouverneurin von Guam, Lou Leon Guerrero, rief alle Bewohner dazu auf, zu Hause zu bleiben, nicht zu reisen und nicht ins Wasser zu gehen. Der Meteorologe Landon Aydlett vom NWS informierte die Bevölkerung ständig über Radio und warnte vor allem die Menschen auf den Nachbarinseln Saipan und Tinian, die noch keinen Strom hatten, seit der vorherige Sturm "Sinlaku" im April dort gewütet hatte. Die Andersen Air Force Base ließ nur noch das nötigste Personal auf das Gelände. Flüge wurden gestrichen und der Hafen von Guam stellte den Betrieb ein.