In Brünn kamen Menschen zusammen, um an die Vergangenheit zu erinnern und gemeinsam für Versöhnung zu feiern.
Vielleicht hast du schon von den Sudetendeutschen gehört. Das waren deutschsprachige Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben wurden. Rund drei Millionen mussten ihre Heimat verlassen. Heute treffen sich ihre Nachkommen jedes Jahr zu einem großen Pfingstfest – und dieses Jahr war Brünn der Treffpunkt.
Dort sprach der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Er nannte das Treffen ein „Friedensfest“ und betonte, dass niemand Rache fordert. Im Gegenteil: Die Sudetendeutschen wollen Brücken bauen. Sein Satz lautete: „Wir sind hier nicht, um etwas zu fordern, wir sind hier, um etwas zu geben.“
Der Sprecher der Sudetendeutschen, Bernd Posselt, setzte noch einen drauf. Seine Botschaft war nicht Hass, sondern Liebe. Er sagte: „Wir haben eine klare Botschaft – und diese Botschaft ist eine Botschaft nicht des Hasses, sondern der Liebe.“ Posselt nannte Söder einen „Herzensfreund“ und lobte ihn als großen Europäer.
