Die Eröffnung des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs verzögert sich um fünf Jahre, und die Verkehrsministerin von Baden-Württemberg macht dafür die Deutsche Bahn verantwortlich.
Stuttgart 21 ist eines der größten Bahnbau-Projekte in Deutschland. Eigentlich sollte der neue unterirdische Hauptbahnhof in Stuttgart schon lange fertig sein. Jetzt hat die Bahn im Bundestag gesagt: Wir brauchen fünf Jahre länger – der Bahnhof soll erst Ende 2031 eröffnen. Die Kosten sind inzwischen auf ungefähr 14,5 Milliarden Euro gestiegen, also rund dreieinhalb Mal so viel wie ursprünglich geplant.
Nicole Razavi ist die neue Verkehrsministerin von Baden-Württemberg und unterstützt das Projekt eigentlich von Anfang an. Aber jetzt ist sie sauer. In einem Interview mit der Zeitung "Südkurier" hat sie gesagt: "Es geht auch um die Ehre eines Industriestandorts." Damit meint sie: Wenn solche Großprojekte in Deutschland ständig schiefgehen, schadet das dem Ruf des Landes als Technik-Standort.
