In Österreich werden die Stromnetzgebühren neu berechnet, und die meisten Haushalte sollen künftig weniger zahlen.
Stell dir vor, du hast eine Steckdose in der Wand. Über diese Steckdose fließt Strom durch Kabel bis in dein Zuhause – das nennt man das Stromnetz. Dafür zahlt jeder Haushalt Gebühren, die sogenannten Netzkosten. Bisher war es so: Je mehr Strom du insgesamt verbrauchst, desto mehr zahlst du. Aber: Wenn alle gleichzeitig viel Strom brauchen (zum Beispiel wenn alle zu Hause kochen oder das E-Auto laden), wird das Netz stark belastet.
Die E-Control – das ist die Stelle, die in Österreich den Strommarkt überwacht – will das jetzt ändern. Ab dem nächsten Jahr soll nicht mehr nur zählen, wie viel Strom du insgesamt verbrauchst, sondern auch, wie viel Leistung du gleichzeitig aus dem Netz ziehst. Eine Herdplatte braucht zum Beispiel etwa 1 bis 2 kW (Kilowatt), eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler ungefähr genauso viel. Wer wenig Geräte gleichzeitig laufen lässt und wenig Leistung auf einmal braucht, soll weniger zahlen.
