In Reutlingen ist ein großes Umspannwerk ausgefallen. Die Polizei vermutet, dass es absichtlich angezündet wurde.

In der Nacht fiel in Reutlingen das Umspannwerk Reutlingen-West aus. Das ist eine Anlage, die Strom in der Stadt verteilt. Rund 20.000 Haushalte und Betriebe hatten zeitweise keinen Strom. Nach fünfeinhalb Stunden war erst etwa die Hälfte wieder versorgt. Am Zaun und auf dem Gelände der Anlage wurden drei Brandstellen gefunden. Deshalb sagt der Netzbetreiber Netze BW: Es sieht nach Brandstiftung aus. Das heißt, jemand hat den Brand möglicherweise absichtlich gelegt. Einen Tatverdächtigen gibt es aber noch nicht.

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Das bedeutet: Sie schaut nach allen möglichen Gründen. Experten für Brände vom Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg sind dabei. Sie untersuchen zum Beispiel, womit die Brände gelegt wurden. Der Netzbetreiber Netze BW hilft der Fairnetz GmbH, dem Stromanbieter in Reutlingen, beim Wiederaufbau. So soll der Strom möglichst schnell wieder für alle da sein. Es gab schon ähnliche Fälle in Berlin, etwa im September 2025 und Anfang Januar. Auch dort waren Tausende Haushalte ohne Strom.