Am Frankfurter Flughafen ist am Donnerstag das vordere Fahrwerk eines Lufthansa-Flugzeugs eingeknickt, fünf Menschen wurden verletzt.
Was ist passiert? Auf dem Flughafen Frankfurt stand am Donnerstagmittag ein großer Jet, eine Boeing 787-9 von Lufthansa, auf seinem Parkplatz vor Terminal 1. Plötzlich gab das vordere Fahrwerk nach, und die Nase des Flugzeugs sank auf den Boden. Passagiere saßen zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Flugzeug, sie warteten noch auf das Einsteigen. An Bord waren nur 13 Crewmitglieder und Mitarbeiter von Partnerfirmen, die das Flugzeug für den nächsten Start vorbereiteten. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei davon gehörten zur Kabinencrew. Der geplante Flug sollte als LH450 nach Los Angeles gehen.
Wer hilft? Die Verletzten kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus und konnten es am Abend laut Lufthansa wieder verlassen. Die übrigen Crewmitglieder wurden betreut und auf ihre Heimreise vorbereitet. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nimmt den Fall unter die Lupe. Ein Luftfahrtexperte erklärte im Radio, es sei möglich, dass bei Wartungsarbeiten ein Sicherungsbolzen vergessen wurde, der das Fahrwerk eigentlich festhalten soll. Flugzeuge wie die 787 haben außerdem eine eingebaute Sicherheit: Das vordere Fahrwerk klappt normalerweise so, dass es im Notfall von allein ausfährt. Die anderen 16 Dreamliner der Lufthansa dürfen weiter fliegen, nur dieses eine Flugzeug muss lange in die Werkstatt.
