Das Energieunternehmen Leag aus der Lausitz hält zwei Gasturbinen in Brandenburg als Reserve für den Strommarkt bereit.
Was ist passiert? Leag hat den Zuschlag für die Kapazitätsreserve bekommen. Das bedeutet: Das Unternehmen muss zwei Gasturbinen-Kraftwerke bereithalten, die im Notfall Strom liefern können. Die Anlagen stehen in Thyrow, südlich von Berlin, und in Ahrensfelde, nordöstlich von Berlin. Zusammen können sie 270 Megawatt Strom liefern.
Wann springen die Turbinen an? Nur wenn auf dem Strommarkt nicht genug Strom vorhanden ist. Also wenn gleichzeitig sehr viele Menschen Strom brauchen, aber zu wenig im Netz da ist. Dann darf 50Hertz Transmission, der Netzbetreiber für Ostdeutschland, die Turbinen einschalten.
Was ist die Kapazitätsreserve überhaupt? Das ist eine Art Notfall-Polster für das Stromnetz. Es gibt sie seit dem Winter 2020/2021. Kraftwerke, die mitmachen, stehen bereit, werden aber im Alltag nicht genutzt. Sie sind nur für Ausnahmefälle da.
Ein Extra gibt es in Thyrow: Diese Anlage kann auch helfen, wenn in der Region der Strom komplett ausfällt. Sie hilft dann, das Netz Stück für Stück wieder hochzufahren.
