Eine neue Analyse zeigt, dass Deutschland bei den Strompreisen im Kreis der großen Industrie- und Schwellenländer ganz vorne liegt – leider im negativen Sinne.

Stell dir vor, du kaufst dir ein Eis. In manchen Ländern kostet es zwei Euro, in Deutschland gerade im Schnitt mehr. Genauso ist es beim Strom: Eine Untersuchung des Vergleichsportals Verivox hat sich angeschaut, was Haushalte in den G20-Ländern für Strom bezahlen. Das Ergebnis: Nirgendwo in dieser Gruppe ist Strom so teuer wie hier.

Woran liegt das? Ein großer Teil des Preises sind Steuern, Umlagen und Abgaben, die der Staat auf den Strom draufschlägt. Das macht den Endpreis in Deutschland höher als in Ländern wie Frankreich, den USA oder Großbritannien. Für Familien mit wenig Geld ist das ein echtes Problem, weil Strom ein großer Teil ihrer Ausgaben ist.

Auch die Wirtschaft schaut besorgt. Wenn Fabriken in anderen Ländern viel weniger für Strom zahlen, haben sie einen Vorteil. Die deutschen Wirtschaftsverbände sagen deshalb: Wir müssen etwas tun, damit Strom fairer wird.