Eine konservative katholische Gemeinschaft wehrt sich gegen Strafen aus Rom – und hat dafür einen offiziellen Weg genutzt.
Was ist passiert? Die Piusbruderschaft ist eine katholische Gemeinschaft, die viele Reformen ablehnt, die das Zweite Vatikanische Konzil in den 1960er-Jahren beschlossen hat. Am 1. Juli hat sie in der Schweiz vier neue Bischöfe geweiht – obwohl der Papst das nicht wollte. Der Vatikan hat diese Weihen daraufhin als Spaltung (Schisma) eingestuft und alle Priester der Gemeinschaft offiziell exkommuniziert, also aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen.
Wer hilft, den Streit zu lösen? Der Vatikan hat den Mitgliedern eine Rückkehr in die Kirche angeboten. Wer das möchte, muss zum Beispiel in einem handschriftlichen Brief dem Papst die Treue versprechen. Außerdem kann die Bruderschaft gegen die Strafe Einspruch einlegen – das ist ein normaler kirchlicher Verwaltungsweg, den jede Person in der Kirche nutzen darf. Genau diesen Weg geht die Gemeinschaft jetzt.
