Die Gewerkschaften haben eine Streik-Erlaubnis bekommen, weil sie für 60.000 Beschäftigte mehr Lohn fordern als die Firmen bisher zahlen wollen.
Was ist passiert? Die Chefs der Elektro-Firmen bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur ein Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaften, also die Vertretung der Arbeitnehmer, wollen aber 3,5 Prozent mehr Lohn. Weil sie sich seit zwölf Wochen nicht einig werden, haben die Gewerkschaften jetzt vorsorglich die Erlaubnis für einen Streik bekommen. Das ist wie ein letztes Druckmittel.
Wer hilft? Die Verhandlungsführer Eva Scherz und Reinhold Binder setzen sich für die Beschäftigten ein. Sie wollen am Donnerstag in einer neuen Gesprächsrunde eine faire Lösung finden. Ein Streik ist nicht das Ziel, sondern nur eine Möglichkeit, falls die Firmen sich gar nicht bewegen. Die gute Nachricht: Es geht der Branche wirtschaftlich gut, die Produktion ist um sieben Prozent gestiegen. Das zeigt, dass mehr Lohn eigentlich möglich sein sollte.
