Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement glaubt, dass das Gesetz für neue Gaskraftwerke noch zugunsten von Nord- und Ostdeutschland geändert werden kann.

Deutschland steigt bis 2038 schrittweise aus der Kohle aus. Damit der Strom trotzdem sicher bleibt, sollen neue Gaskraftwerke gebaut werden. Diese Kraftwerke springen vor allem ein, wenn wenig Wind weht und die Sonne nicht scheint – Fachleute nennen solche Phasen „Dunkelflauten“. Später sollen die Anlagen auch mit Wasserstoff laufen können.

Im Gesetzentwurf der Bundesregierung ist allerdings ein „Südbonus“ vorgesehen: Bis zu zwei Drittel der neuen Kraftwerke sollen bevorzugt im Süden und Westen Deutschlands entstehen, etwa in Bayern oder Baden-Württemberg. Dagegen wehrt sich der Energiekonzern Leag aus Cottbus, der in Sachsen neue Kraftwerke an den Standorten Schwarze Pumpe und Lippendorf bauen will. Zusammen mit dem Unternehmen Mibrag und der Gewerkschaft IG BCE fordert Leag einen zusätzlichen „Nordbonus“, damit ein Drittel der Kapazität im Norden und Osten gebaut wird.