Michael Baminger, Chef der Salzburg AG, ist neuer Präsident von Oesterreichs Energie – und bei seiner ersten Pressekonferenz ging es vor allem um eines: Was denken die Menschen in Österreich über ihren Strom?

Eine Umfrage des Gallup-Instituts hat 1.000 Personen ab 14 Jahren gefragt, was ihnen beim Strom am wichtigsten ist. Das Ergebnis: Zum ersten Mal war den meisten Leuten ein günstiger Preis wichtiger als die Frage, ob immer genug Strom da ist. 67 Prozent sagen, es soll mehr Strom in Österreich selbst produziert werden. 57 Prozent finden, die Stromleitungen müssen ausgebaut werden. Gleichzeitig finden 38 Prozent, der Ausbau von Wind, Sonne und Wasser geht zu langsam – im Vorjahr waren es nur 27 Prozent.

Baminger hat einen klaren Plan. Das neue Erneuerbare-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) soll den Ausbau schneller machen. Es soll zum Beispiel schwieriger werden, Windräder oder neue Leitungen mit Einzelinteressen zu blockieren. Baminger sagt aber auch: Wer direkt neben einem Windrad oder einer Hochspannungsleitung wohnt, ist oft stark betroffen. Deshalb will er mit den Leuten vor Ort reden und Lösungen finden, die alle mittragen können.