In Österreich wird gerade über ein neues Gesetz für mehr erneuerbare Energie verhandelt – aber die Parteien sind sich nicht einig.
Stell dir vor, du willst ein neues Spielzeug kaufen, aber deine Eltern sind sich nicht einig, ob sie es dir kaufen sollen. So ähnlich geht es gerade in der österreichischen Politik. Es geht um ein Gesetz, das EABG heißt. Die Abkürzung steht für "Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz". Klingt kompliziert, heißt aber einfach: Es soll schneller gehen, wenn in Österreich mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser gebaut werden soll.
Die Regierung (ÖVP, SPÖ und NEOS) will am Donnerstag im Parlament darüber abstimmen. Dafür braucht sie eine Zweidrittelmehrheit, also ganz viele Stimmen. Die FPÖ sagt schon Nein. Deshalb braucht die Regierung ausgerechnet die Grünen – und die wollen gerade nicht mitmachen.
Die Grünen sagen: Die Ziele im Gesetz sind uns zu klein. Sie wollen, dass Österreich mehr eigene, saubere Energie produziert. Sonst drohen laut Regierung hohe Strafzahlungen aus der EU. Die Energiesprecherin der NEOS, Karin Doppelbauer, brachte es auf den Punkt: "Die grüne Energierevolution kann und darf nicht von den Grünen verhindert werden." Grünen-Energiesprecher Lukas Hammer findet, das Gesetz würde den Stillstand in vielen Bundesländern festzurren.
