Politikerinnen und Politiker diskutieren gerade, ob man schon ab dem ersten Krankheitstag zum Arzt muss – und ob die telefonische Krankschreibung abgeschafft wird.
Was ist passiert? Union und SPD haben sich geeinigt, dass Beschäftigte in Zukunft schon ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt vorlegen müssen. Außerdem soll es die telefonische Krankschreibung, die es seit Ende 2023 gibt, bald nicht mehr geben. Ziel ist, dass weniger Menschen sich krankschreiben lassen. Eine große Umfrage zeigt aber: 59 Prozent der Menschen in Deutschland finden den ersten Punkt schlecht, 58 Prozent sind gegen das Ende der telefonischen Krankschreibung.
Wer hilft weiter? Daniel Graeber vom DIW sagt: Wenn alle schon am ersten Tag zum Arzt müssen, stecken sich mehr Menschen in vollen Wartezimmern an. Er sagt, lieber solle man mehr für Prävention tun – also zum Beispiel dafür sorgen, dass Menschen erst gar nicht so krank werden. Auch Ärztinnen und Ärzte und der DGB kritisieren die Pläne und schlagen bessere Lösungen vor.
