In Deutschland wird diskutiert, ob die Rente mit 63 abgeschafft wird und wie lange Beschäftigte Zeit bekommen, sich darauf einzustellen.

Viele kennen den Begriff „Rente mit 63" – damit ist gemeint, dass man nach 45 Jahren Arbeit ohne Abzüge früher in Rente gehen kann. Tatsächlich geht es heute erst ab 64,5 Jahren. Eine Expertenkommission hat vorgeschlagen, diese Regel ganz abzuschaffen. Politiker von CDU und SPD wollen den Vorschlag übernehmen. Das sorgt für Diskussionen, weil viele Beschäftigte ihren Lebensplan darauf eingestellt haben.

Die SPD-Politikerin Annika Klose sagt: „Wenn Menschen ihr Leben danach ausgerichtet haben, kann man ihnen nicht kurz vor knapp die Tür vor der Nase zumachen." Sie findet fünf Jahre Übergangszeit fair. Ihr SPD-Kollege Bernd Rützel fordert sogar bis zu zehn Jahre, damit sich ältere Beschäftigte darauf verlassen können.

In der CDU sieht das anders aus. Pascal Reddig von der Jungen Union sagt, fünf Jahre seien schon zu lang. Auch der Wirtschaftsberater Martin Werding meint, ein bis drei Jahre würden reichen. Das Bundesverfassungsgericht hat 2004 in einem ähnlichen Fall fünf Jahre als Mindestmaß festgelegt. Die Kommission hat aber keine genaue Frist in ihren Bericht geschrieben.