Mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland glaubt einer neuen Umfrage zufolge nicht, dass die geplante Rentenreform der Bundesregierung die Altersvorsorge wirklich sicherer macht.
Was ist passiert? Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hat im Auftrag der ARD zwischen dem 29. Juni und dem 1. Juli 2026 über 1.300 Menschen in Deutschland gefragt, was sie von der geplanten Rentenreform halten. Die wichtigsten Ergebnisse: 52 Prozent glauben nicht, dass das Reformpaket die Rente wirklich zukunftssicher macht. Nur 35 Prozent sind da optimistischer. Eine Sorge, die viele teilen: 48 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen, im Alter nicht genug Geld zu haben.
Wofür sich die Menschen mehrheitlich aussprechen: Eine kapitalgedeckte Zusatzrente, bei der Arbeitnehmer und Arbeitgeber etwas mehr einzahlen, finden 56 Prozent gut. Noch deutlicher ist die Zustimmung bei einem anderen Punkt: 84 Prozent finden es richtig, dass auch Selbstständige, Politiker und Vorstandschefs von großen Unternehmen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen. Bei zwei Ideen ist die Mehrheit aber klar dagegen – die Rente mit 63 abschaffen (70 Prozent dagegen) und das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln (63 Prozent dagegen).
