Die Bundesregierung will, dass man bei einer Krankmeldung wieder persönlich zum Arzt geht – Bayerns Ministerpräsident Söder hat dafür jetzt grünes Licht aus seinem Bundesland signalisiert.

Du kennst das vielleicht: Man fühlt sich krank, will aber nicht extra in eine Arztpraxis. Bisher konnte man sich in manchen Fällen telefonisch krankschreiben lassen – ohne in die Praxis zu gehen. Diese Möglichkeit soll jetzt abgeschafft werden. Wenn die Reform durchgeht, brauchst du ab dem ersten Krankheitstag wieder eine Bescheinigung vom Arzt, dem du persönlich gegenübersitzt. Bundeskanzler Merz und Finanzminister Klingbeil werben dafür, Ärztevertreter warnen aber, dass die Praxen dadurch voller werden könnten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat im Fernsehen gesagt, dass sein Bundesland im Bundesrat zustimmen wird. Trotzdem meinte er, das Ganze sei „schweren Herzens“ okay und bringe „Schmerzen" – also Nachteile, die man in Kauf nimmt. Begründet wird die Reform unter anderem damit, dass manche die telefonische Krankschreibung missbraucht hätten, etwa um ein langes Wochenende zu verlängern. Außerdem soll das Geld in den gesetzlichen Krankenkassen stabiler werden.