Die FPÖ will mit einer Beschwerde erreichen, dass die Wahl des neuen ORF-Generaldirektors noch einmal überprüft wird.

Was ist passiert? Die FPÖ ist mit der Wahl von Clemens Pig zum neuen ORF-Generaldirektor nicht einverstanden. Sie sagt, dass die Auswahl nicht fair gelaufen ist. Parteigeneralsekretär Christian Hafenecker hat am Mittwoch angekündigt, dass seine Partei eine sogenannte Popularbeschwerde bei der KommAustria einreichen will. Das ist eine Behörde, die bei ORF-Entscheidungen darauf schaut, ob alles mit dem Gesetz passt. Die FPÖ meint, dass Pig nicht die nötige Berufserfahrung für den Job hat. In der Ausschreibung stand, dass man fünf Jahre Erfahrung in dem Bereich haben muss. Die FPÖ sagt aber, dass Pig diese Erfahrung nicht vorweisen kann, weil er vorher nur bei der Nachrichtenagentur APA gearbeitet hat.

Wer hilft jetzt weiter? Bei der KommAustria wird die Beschwerde geprüft. Damit die Beschwerde überhaupt angenommen wird, braucht die FPÖ Unterschriften von mindestens 120 Menschen, die den ORF-Beitrag zahlen. Auf der FPÖ-Webseite gibt es dafür ein Formular. Außerdem hatte schon der FPÖ-Vertreter im ORF-Stiftungsrat, Peter Westenthaler, unmittelbar nach der Wahl gesagt, dass er das Ergebnis nicht akzeptiert. Er nannte die Wahl eine „Farce", also ein Theaterstück mit schon festgelegtem Ausgang.