Ein Richter in Washington hat dem Kennedy Center eine Frist gesetzt: Es muss erklären, was die Plane am Eingang soll und wie es mit seinem Programm weitergeht.

Was ist passiert? Das Kennedy Center in Washington, eines der bekanntesten Kulturhäuser der USA, steckt seit Monaten in einem Streit um seinen Namen. Präsident Donald Trump hatte das Zentrum umbenennen lassen, ein Richter ordnete aber an, dass sein Name wieder von der Fassade und aus dem Internet entfernt wird. Die Buchstaben wurden nachts abmontiert. Statt sie ganz zu entfernen, hängten Arbeiter aber eine große Plane über den Eingang. Viele fanden das seltsam – und der Richter nun auch. Er hat dem Zentrum befohlen, bald schriftlich zu erklären, was die Plane soll und welche Pläne es für das Haus gibt.

Wer hilft? Richter Christopher R. Cooper achtet darauf, dass die Regeln eingehalten werden. Er prüft die Berichte des Zentrums und hat schon einmal einen Plan von Trump gestoppt, das Haus einfach für Jahre dichtzumachen. Außerdem haben Anwälte der Washington National Opera das Zentrum verklagt, weil angeblich Spendengelder für die Oper zurückgehalten wurden. So sorgen Gerichte dafür, dass wichtige Kulturinstitutionen nicht einfach umgekrempelt werden können.