Eine Gemeinderätin hat in Innsbruck ihre eigene Partei-Fraktion verlassen – und will trotzdem im Rathaus weiterarbeiten.
Stell dir vor, du bist in einer Gruppe und merkst plötzlich: Die anderen ticken ganz anders als du. Genau so geht es gerade Marlene Trinkl in Innsbruck. Die 68-Jährige war für die FPÖ im Gemeinderat – das ist so etwas wie das Stadtparlament. Am Freitag hat sie gesagt: Schluss damit, ich trete aus der Fraktion aus. Das heißt: Sie bleibt zwar Politikerin, aber nicht mehr im Team der FPÖ. Sie will jetzt alleine weitermachen, also als freie Mandatarin.
Warum macht sie das? Trinkl sagt, dass sich die Zusammenarbeit immer schwieriger angefühlt hat. Außerdem seien die Anliegen von älteren Menschen in der Stadt zu wenig beachtet worden. Das letzte Problem war ein Streit im Stadtsenat – das ist eine Art Vorstandsgremium der Stadt. Dort wurde laut Trinkl über sie schlecht geredet, und das fand sie nicht okay.
