Bei einem Parteitag der AfD in Marl haben sich zwei Lager heftig gestritten - am Ende hat der Bundesvorstand eine Untersuchungskommission eingesetzt.

Stell dir vor, du bist auf einem großen Klassentreffen und zwei Gruppen können sich nicht einigen, wer auf welches Foto darf. So ähnlich war es bei der AfD in Nordrhein-Westfalen. Auf einem Parteitag in Marl sollte entschieden werden, wer für die Landtagswahl 2027 in NRW antritt - also wer in das Parlament in Düsseldorf einziehen darf. Der Landesverband ist in zwei Lager gespalten: Auf der einen Seite der Landeschef Martin Vincentz mit eher gemäßigten Anhängern, auf der anderen Seite der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich mit einem weiter rechts stehenden Flügel.

Die Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla warfen Vincentz Unregelmäßigkeiten vor und wollten, dass der Parteitag abgebrochen und neu gestartet wird. Ihre Sorge: Wenn die Liste nicht korrekt aufgestellt wird, könnte die AfD bei der Wahl gar nicht antreten dürfen. Das ist in Bremen 2023 schon einmal passiert. Die Gegner von Vincentz verließen daraufhin den Saal.