Im Südchinesischen Meer haben sich Besatzungen aus China und den Philippinen am Ren'ai-Riff mit Paddeln geprügelt, danach wurde der philippinische Botschafter in Peking einbestellt.

Was ist passiert? Am Ren'ai-Riff, einem kleinen Korallenriff im Südchinesischen Meer, kam es am Montag zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Ein Video zeigt, wie Besatzungsmitglieder der chinesischen Küstenwache und philippinische Seeleute mit langen Paddeln aufeinander einschlagen. Außerdem stießen zwei Schiffe zusammen. Das Riff wird sowohl von China als auch von den Philippinen beansprucht, deshalb patrouillieren dort beide Seiten.

Wer hilft? Australiens Außenministerin Penny Wong hat sich in Manila, im Hauptquartier der philippinischen Küstenwache, mit beiden Seiten beschäftigt. Sie hat das Verhalten der chinesischen Schiffe als destabilisierend und gefährlich kritisiert. Damit macht Australien deutlich, dass die Situation ernst ist und andere Länder hinschauen. Diplomatische Proteste wie die Einbestellung des philippinischen Botschafters in Peking zeigen, dass die Staaten versuchen, die Lage mit Worten zu entschärfen.