Nach rund zehn Monaten Bauzeit fährt die Bahn zwischen Berlin und Hamburg wieder normal, doch die Sanierung hat sich um etwa eineinhalb Monate verzögert.
Was ist passiert? Die Deutsche Bahn hat die Strecke zwischen Berlin und Hamburg über etwa zehn Monate komplett gesperrt und grunderneuert – Gleise, Weichen, Oberleitungen und Bahnhöfe. In dieser Zeit mussten Fern- und Güterzüge weite Umwege fahren, und im Regionalverkehr haben über 200 Busse als Ersatz die Fahrgäste transportiert. Eigentlich sollte alles Ende April fertig sein, nun wurde es Anfang Juni – also ungefähr eineinhalb Monate später.
Wer hat kritisiert? Politikerinnen und Politiker von SPD und CDU. Die SPD-Expertin für Verkehr, Anja Troff-Schaffarzyk, sagt: „Bei aller Erleichterung über das Ende der Umleitungen dürfen wir die gravierenden Schwachstellen dieses Mammutprojekts nicht verschweigen.“ Björn Simon von der CDU, der im Bundestag für Verkehr zuständig ist, fordert, die Bahn solle aus den Fehlern lernen und den Menschen ehrlich sagen, wann was fertig ist.
