Seit etwa einer Woche ist die Bonner Nordbrücke gesperrt, und die Stadt versucht mit vielen kleinen Maßnahmen, den Verkehr irgendwie am Laufen zu halten.
Was ist passiert? Die Nordbrücke in Bonn, ein Stück der Autobahn A565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung in der Region, wurde vor rund einer Woche plötzlich gesperrt. Grund: Bei einer Kontrolle haben Fachleute neue Schäden am Bauwerk entdeckt. Die Autobahn GmbH prüft jetzt, ob die Brücke überhaupt wieder aufgemacht werden kann und wann das passieren könnte. In Bonn ist seither im Berufsverkehr richtig viel los, weil sich der Verkehr über andere Routen und Straßen quetscht.
Wer hilft? Die Stadt Bonn hat deshalb ein ganzes Paket an Sofortmaßnahmen beschlossen. Das Wichtigste: Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) – also Busse und Bahnen – ist ab dem kommenden Montag bis Ende Juni kostenlos. Wer ein Abo hat, bekommt in dieser Zeit allerdings kein Geld zurück. Außerdem werden einige Straßen verbreitert, neue Radwege eingerichtet und die Stadt hat ihre Homeoffice-Regeln ausgeweitet, damit weniger Leute gleichzeitig ins Büro müssen. Der Bonner Oberbürgermeister Guido Deús hat klar gesagt, dass die Lage ernst ist und man noch nicht weiß, wie lange die Sperrung dauert.
