Der Ständerat empfiehlt, die Fairness-Initiative der Mitte-Partei zur Heiratsstrafe im November abzulehnen.
Im Schweizer Ständerat wurde am Donnerstag über ein Steuermodell diskutiert, das Ehepaare betrifft. 24 Ständeräte fanden, die Initiative solle abgelehnt werden, 21 waren dafür. Das letzte Wort haben aber die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im November.
Seit Jahrzehnten wird in der Schweiz diskutiert, ob verheiratete Paare mehr Steuern zahlen als unverheiratete Paare mit gleichem Einkommen – das nennt man die «Heiratsstrafe». Im März hat das Volk bereits der «individuellen Besteuerung» zugestimmt, also dass jede Person für sich besteuert wird. Neu tritt diese Regel ab 2032 in Kraft. Die Mitte-Partei möchte aber mit der Fairness-Initiative, dass Ehepaare weiterhin gemeinsam besteuert werden können, und will das in der Verfassung festschreiben.
