Die Zürcher SP will ihren Ständerat Daniel Jositsch nicht mehr als Kandidaten für die nächste Wahl aufstellen. Heute will er sagen, wie es weitergeht.
Was ist passiert? Die SP im Kanton Zürich hat an einer Versammlung entschieden, Daniel Jositsch nicht mehr für den Ständerat zu nominieren. Das ist die kleine Kammer im Schweizer Parlament, vergleichbar mit dem Senat in anderen Ländern. 109 Delegierte stimmten gegen ihn, 94 dafür. Vor der Versammlung gab es einen anonymen Flyer mit Vorwürfen gegen ihn. Im «NZZ am Sonntag»-Interview sagte Jositsch daraufhin, die SP sei «keine sozialdemokratische Partei mehr, sondern eine sozialistische und teilweise kommunistische». Solche Aussagen sorgen in Parteien meistens für Ärger.
Wer hilft, die Lage zu ordnen? Jositsch selbst ruft eine Pressekonferenz ein, um Klarheit zu schaffen. In solchen Momenten sind Journalistinnen und Journalisten wichtig, weil sie Fragen stellen und die verschiedenen Seiten zu Wort kommen lassen. Auch innerhalb der SP wird diskutiert: Die Basler Ständerätin Eva Herzog nannte Jositschs Aussage dreist. So entsteht eine öffentliche Debatte, in der Wählerinnen und Wähler die Positionen vergleichen können.
