Die Großstädte in Nordrhein-Westfalen treffen sich in Oberhausen und schlagen Alarm: Ihnen geht das Geld aus.

Was ist passiert? Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der 39 größten Städte in NRW kommen am Mittwoch in Oberhausen zusammen. Rund neun Millionen Menschen leben dort. Ihr Problem: Die Kassen sind fast leer. Die Städte müssen deshalb zum Beispiel Geld für Sportvereine kürzen, Buslinien streichen oder Schwimmbäder seltener öffnen. Sie sagen: So können wir die Stadt nicht mehr gut gestalten. Deshalb wollen sie eine gemeinsame Erklärung verabschieden und das Land um mehr Geld bitten. Zuletzt hatte das Land zwar alte Schulden der Städte in Höhe von fast neun Milliarden Euro übernommen, aber das reiche für die laufenden Kosten nicht aus.

Wer hilft? In Oberhausen verhandeln die Stadtoberhäupter direkt mit Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der als Gastredner auftritt. Außerdem wechselt der Vorsitz des Städtetags: Der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) soll den bisherigen Amtsinhaber Marc Herter (SPD) aus Hamm ablösen. Auch beim Thema Ganztagsbetreuung an Grundschulen, die ab dem neuen Schuljahr für alle Erstklässler gilt, wollen die Städte Druck machen, damit sie genug Personal und Räume bekommen.