Der Gemeindetag in Baden-Württemberg hat 600 Städte und Gemeinden zu ihren Finanzen befragt – und das Ergebnis ist deutlich: Viele Kommunen können 2026 ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Was ist passiert? Der Gemeindetag, also der Verband der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg, hat 600 Kommunen gefragt, wie es um ihr Geld steht. Fast 85 Prozent von ihnen sagten: Wir können 2026 keinen ausgeglichenen Haushalt vorstellen. Das bedeutet, dass am Ende des Jahres mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird. Rund 91 Prozent gehen davon aus, dass die Bürgerinnen und Bürger bald höhere Steuern und Gebühren zahlen müssen, wenn sich nichts ändert. Auch Investitionen, also zum Beispiel der Bau neuer Schulen oder Radwege, könnten verschoben werden.

Wer hilft? Der Gemeindetag selbst schlägt Lösungen vor. Präsident Steffen Jäger sagt, der Staat müsse sich auf das konzentrieren, was dauerhaft bezahlbar ist. Er fordert, dass der Bund die Aufgaben und die Finanzen der Kommunen grundsätzlich reformiert. Rund 93 Prozent der befragten Städte und Gemeinden halten solche großen Reformen für nötig. So soll verhindert werden, dass Schwimmbäder, Jugendzentren, Bibliotheken oder Sportangebote geschlossen oder eingeschränkt werden müssen.