Fünf SPD-Politiker aus dem linken Flügel haben vor einem wichtigen Treffen der Regierung mehr Geld von Superreichen in Deutschland gefordert.

Sie haben ein gemeinsames Papier geschrieben, bevor sich die Spitzen der Koalition im Kanzleramt in Berlin treffen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine Reform der Einkommensteuer. Die fünf Abgeordneten sagen: Es darf nicht nur gespart werden, indem alle Bürgerinnen und Bürger weniger bekommen oder mehr zahlen.

Stattdessen schlagen sie zum Beispiel eine Übergewinnsteuer vor. Das ist eine Extra-Steuer für Firmen, die in Krisenzeiten ungewöhnlich hohe Gewinne machen. Außerdem fordern sie, dass Preise für Sprit, Strom und Lebensmittel gedeckelt werden. Das bedeutet, dass diese Dinge nicht teurer werden dürfen als ein festgelegter Höchstpreis.

Gleichzeitig wollen die fünf Abgeordneten, dass Vermögende in Deutschland deutlich mehr Steuern zahlen. Sie lehnen es ab, dass zum Beispiel das Wohngeld gekürzt oder die Arbeitszeit verlängert wird. Jan Dieren sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Es gibt andere Optionen, dieser Weg ist nicht alternativlos. Auch wo wir jetzt Kompromisse machen, ist doch wichtig aufzuzeigen: Leistungskürzungen und Belastungen für alle sind nicht unumgänglich. Wir jedenfalls wollen etwas anderes.“