Eine neue Analyse der Nationalbank zeigt, dass Geringverdiener und Banken von den Sparmaßnahmen der Regierung stärker betroffen sind als andere Gruppen.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat sich angeschaut, wer die Sparmaßnahmen der Regierung eigentlich bezahlt. Das Ergebnis: Menschen mit niedrigem Einkommen werden überproportional belastet. Konkret geht es um Änderungen bei der Pension, der Arbeitslosenversicherung und beim Familienbonus. Auch die Höchstbeitragsgrundlage und die Geringfügigkeitsgrenze wurden verändert – also jene Grenze, bis zu der man geringfügig beschäftigt sein kann. Im Vergleich zu früheren Sparpaketen seit dem EU-Beitritt 1995 setzt die Regierung dieses Mal weniger auf Ausgabenkürzungen, sondern stärker auf Einnahmen – also auf höhere Beiträge und Abgaben.

Die Bankenbranche trifft es besonders hart: Durch die Bankenabgabe steigt die gesamte Steuerbelastung für den Finanzsektor um 1,3 Prozent der Bruttowertschöpfung. Andere Branchen werden dagegen leicht entlastet – um 0,2 bis 0,4 Prozent. Das bedeutet, dass die Banken einen deutlich höheren Beitrag leisten müssen als andere Wirtschaftszweige.