Seit 1. Juli 2026 gilt auf manche Grundnahrungsmittel nur noch 4,9 Prozent statt 10 Prozent Mehrwertsteuer – und laut der Österreichischen Nationalbank merken das auch die Preise.

Stell dir vor, du kaufst Milch, Brot oder Eier und der Preis an der Kasse ist etwas niedriger als noch vor ein paar Wochen. Genau das passiert gerade: Seit dem 1. Juli 2026 zahlen Händlerinnen und Händler auf ausgewählte Grundnahrungsmittel nur noch 4,9 Prozent Mehrwertsteuer statt 10 Prozent. Die österreichische Nationalbank (OeNB) hat sich angeschaut, was wirklich bei euch im Einkaufswagen ankommt.

Die OeNB hat ein Programm, das jeden Tag automatisch Tausende Preise in österreichischen Online-Shops ausliest. So konnte sie direkt vergleichen: Waren, die von der Steuersenkung betroffen sind, sind deutlich billiger geworden – Waren, die nicht betroffen sind, kaum. Die Entlastung kommt also tatsächlich bei euch an, nicht nur auf dem Papier.

Die Wirkung auf die gesamte Teuerung in Österreich 2026 ist laut OeNB allerdings klein: Sie schätzt den dämpfenden Effekt auf etwa 0,075 Prozentpunkte, wenn die Preissenkung dauerhaft bleibt. Für den Alltag heißt das: ein bisschen weniger Druck beim Einkauf, aber kein großer Sprung. Die OeNB will die Preise weiter beobachten und prüfen, ob die Händler die Senkung wirklich dauerhaft durchhalten.

Kurz gesagt: Die Steuer auf manche Lebensmittel ist gesenkt worden, die Preise sind messbar gesunken – wenn auch nur leicht. Wer besonders günstig einkaufen will, kann beobachten, ob die Preise im eigenen Supermarkt dauerhaft niedriger bleiben, und gezielt bei den betroffenen Produkten zuschlagen.