Der CDU-Politiker Jens Spahn ist als Chef der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten - jetzt sucht die Union eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.
Jens Spahn, einer der wichtigsten Politiker der CDU, ist am Samstag von seinem Amt als Vorsitzender der größten Fraktion im Bundestag zurückgetreten. Grund war heftige Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass er gemeinsam mit seinem Mann über eine Leihmutter aus den USA Vater geworden war.
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, der Rücktritt sei "richtig und unvermeidlich" gewesen. Glaubwürdigkeit sei das höchste Gut in der Politik. Bis ein Nachfolger gewählt ist, übernimmt der CSU-Politiker Alexander Hoffmann die Leitung der Fraktion. Hoffmann ist eigentlich Parlamentarischer Geschäftsführer und CSU-Landesgruppenchef.
Jetzt wird über mögliche Nachfolger diskutiert. Als Kandidaten gelten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Kanzleramtschef Thorsten Frei und der CDU-Politiker Günther Krings. Normalerweise stellt die CDU den Fraktionsvorsitzenden und die CSU den Stellvertreter - in fast 80 Jahren kam noch nie ein CSU-Politiker an die Fraktionsspitze.
