Die grössten Schweizer Sozialwerke – die AHV und die IV – haben finanzielle Probleme, und der Bund sucht nach Lösungen.
Was ist passiert? Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat neue Zahlen veröffentlicht. Demnach wird die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) bis 2035 ein Defizit von fast 5 Milliarden Franken haben. Die IV (Invalidenversicherung) könnte bereits 2031 ohne Geld dastehen. Ein Grund: Immer mehr Menschen – vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 24 – bekommen wegen psychischer Erkrankungen eine IV-Rente.
Wer hilft? Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und ihr Departement haben reagiert: Die geplante Reform der IV wird vorgezogen, die Vernehmlassung beginnt schon im Herbst. Geplant sind unter anderem eine neue Integrationsleistung für junge Versicherte und ein einfacherer Zugang zu Aus- und Weiterbildungen. So sollen mehr Menschen im Arbeitsleben bleiben können, statt eine Rente zu beziehen.
