In Deutschland wird gerade darüber gestritten, ob statt der täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden eine wöchentliche Obergrenze kommen soll.
Aktuell gilt in Deutschland: Pro Tag darfst du normalerweise nicht länger als acht Stunden arbeiten. Nur in Ausnahmen kann es bis zu zehn Stunden werden. Jens Spahn, ein wichtiger Mann in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, will das ändern. Er sagt: Wenn du abends um 23 Uhr noch eine dienstliche E-Mail schreibst, darfst du morgens laut Gesetz gar nicht so früh wieder anfangen – das sei unpraktisch. Er fordert die SPD auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform endlich umzusetzen und statt pro Tag pro Woche zu rechnen, wie es die EU-Richtlinie erlaubt.
Die Gewerkschaften, vor allem der DGB, finden das keine gute Idee. Sie haben Angst, dass Beschäftigte dann viel länger arbeiten müssen, ohne dass der Schutz bestehen bleibt. DGB-Chefin Yasmin Fahimi sagt, das verschiebe die Macht Richtung Arbeitgeber.
