Österreich will, dass Kinder unter 14 Jahren bestimmte Social-Media-Plattformen nicht mehr nutzen dürfen – das Gesetz soll ab 2027 gelten.
Was ist passiert? Die österreichische Regierung hat sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass Social-Media-Plattformen ab 2027 erst ab 14 Jahren benutzt werden dürfen. Fest betroffen sind Instagram, TikTok und Facebook. Das Alter soll mit „ID Austria“ oder anderen geprüften Anbietern kontrolliert werden. Dabei wird laut Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) kein Name, kein Geburtsdatum und keine Adresse an die Plattformen weitergegeben, sondern nur die Info: älter als 14 oder jünger. Frankreich ist übrigens schneller: Dort gilt das Verbot schon ab 1. September, allerdings für Unter-15-Jährige.
Wer hilft? Auf EU-Ebene passiert gerade einiges: Die EU-Kommission um Ursula von der Leyen hat einen Bericht mit Empfehlungen für ein einheitliches Mindestalter vorgestellt. Bis Ende 2026 soll es eine europäische Altersgrenze geben. Österreich arbeitet eng mit Frankreich zusammen und will sein Gesetz so bauen, dass es später an eine EU-Regelung angepasst werden kann. Außerdem muss in Österreich noch die Partei NEOS zustimmen, bevor der Entwurf ins Parlament kommt.
