Siemens will in Hessen 300 Millionen Euro investieren und damit in den nächsten Jahren rund 700 neue Arbeitsplätze schaffen.
Der Technologiekonzern Siemens hat angekündigt, in Frankfurt und im benachbarten Offenbach kräftig zu investieren. Insgesamt sollen dort bis zum Jahr 2030 etwa 700 neue Stellen entstehen – zum Beispiel in Produktion, Logistik und Verwaltung. Siemens will damit mehr Schaltanlagen bauen, also große elektrische Verteilersysteme, die in Fabriken und Rechenzentren den Strom regeln.
Das Geld fließt in zwei bestehende Werke in Frankfurt und in ein komplett neues Werk in Offenbach. Auf dem Gelände einer früheren Druckmaschinenfabrik entsteht ein neues Zulieferwerk, das im Frühjahr 2027 den Betrieb aufnehmen soll. In Frankfurt wird bis Oktober 2027 eine zusätzliche Produktionshalle gebaut.
Der Grund für den Ausbau ist die weltweit stark steigende Nachfrage nach Rechenzentren, die vor allem durch Künstliche Intelligenz (KI) angetrieben wird. KI-Anwendungen brauchen riesige Mengen an Rechenleistung – und damit auch sehr viel Strom. Schaltanlagen sorgen dafür, dass dieser Strom sicher verteilt wird. Siemens sieht darin ein großes Wachstumsfeld und reagiert mit dem Ausbau auf den weltweiten Boom.
