Ein Moskauer Gericht hat den Politiker Maxim Kruglow zu sieben Jahren Strafkolonie verurteilt, weil er in sozialen Medien angeblich Unwahrheiten über die russische Armee verbreitet haben soll.
Was ist passiert? Kruglow war Mitglied der Oppositionspartei Jabloko. Er schrieb 2022 zwei Beiträge im Internet: In einem zitierte er Zahlen der Vereinten Nationen zu getöteten Zivilisten in der Ukraine, im anderen schrieb er über die Stadt Butscha, in der russische Soldaten schwere Verbrechen begingen. Wegen dieser Beiträge wurde er Anfang Oktober 2025 festgenommen. Jetzt hat ihn ein Gericht zu sieben Jahren Lagerhaft verurteilt.
Wer hilft? Menschenrechtsorganisationen außerhalb Russlands beobachten den Fall genau und kritisieren das Urteil als politisch motiviert. Auch andere Länder und Reporterinnen und Reporter haben das Vorgehen gegen Kruglow öffentlich benannt. Innerhalb Russlands ist die Opposition aber sehr eingeschränkt: Viele Kritikerinnen und Kritiker sind bereits ins Ausland geflohen oder sitzen selbst im Gefängnis.
