Bei Bauarbeiten für einen Solarpark an der A3 haben Archäologen nahe Bad Camberg das erste keltische Fürstengrab im Taunus entdeckt – mit Goldringen, einem Wagen und einer bronzenen Kanne aus Etrurien.

Stell dir vor, du buddelst ein Loch für Solarpanels und findest plötzlich ein 2.500 Jahre altes Grab. Genau das ist Forschern nahe Bad Camberg passiert. Auf einer ungenutzten Fläche direkt neben der Autobahn A3 haben sie per Geomagnetik – also mit einer Art unsichtbarem Kompass für den Boden – seltsame Muster entdeckt. Bezirksarchäologe Kai Mückenberger sah auf den Messbildern zwei dünne Linien, die zu einem Kreis mit einem dunklen Rechteck führten. Das sah aus wie uralte Wege, die zu einem Grabhügel gehören. Ein dort geplantes Photovoltaik-Feld war da schon im Bau. Als der Bagger dann Metall aus dem Boden holte, war klar: Da liegt ein echtes Fürstengrab. Mückenberger sagte später: „Ich hab gelacht und gerufen: Mensch! Ein Fürstengrab!“. Er ist sich sicher: „Einen solchen Fund macht man in seiner archäologischen Laufbahn nur einmal.“