Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Schritte angekündigt, um den Konflikt mit Polen über die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg zu entschärfen.
Was ist passiert? Zwischen der Ukraine und Polen gibt es seit Monaten Streit über die Geschichte. Es geht um die ukrainische Aufstandsarmee UPA, die im Zweiten Weltkrieg gegen die polnische Bevölkerung schwere Gewalt ausgeübt hat. In Polen nennt man das «wolhynisches Massaker», in der Ukraine «wolhynische Tragödie». Der Streit wurde schlimmer, als die Ukraine eine Armeeeinheit nach der UPA benennen wollte. Daraufhin entzog der polnische Präsident Selenskyj sogar eine wichtige Auszeichnung. Jetzt hat Selenskyj angekündigt, dass er die Massaker an Polen genauer untersuchen lassen will. Auch sollen Opfer exhumiert und alte Geheimdienstarchive geöffnet werden.
Wer hilft? Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat positiv auf Selenskyjs Ankündigungen reagiert. Er schrieb auf X: «Wir sind bereit zu einem ernsthaften und freundschaftlichen Dialog über die Themen, die uns verbinden, und jene, die uns heute trennen». Beide Länder haben in der Vergangenheit schon gemeinsam Gedenkstätten eingeweiht, zum Beispiel in Pawlokoma und Huta Pieniacka. Polen unterstützt die Ukraine seit dem russischen Angriff von 2022 mit Waffen und Hilfsgütern. Diese Unterstützung ist für die Ukraine sehr wichtig.
