In Polen werden ukrainische Menschen auf der Straße beleidigt oder angegriffen – und die Politik schaut nicht weg.
In mehreren polnischen Städten gab es in den letzten Wochen Angriffe auf Ukrainer. In Bielsko-Biała hat ein Mann in einem Bus ukrainische Mädchen beschimpft und gesagt, sie sollen zurück in ihr Land. In Łódź wurde ein Mann verprügelt, nur weil der Täter dachte, er sei Ukrainer – dabei war er Pole. In Sosnowiec hat die Polizei einen Mann festgenommen, der dreimal Ukrainer angegriffen haben soll. Das hat die Nachrichtenagentur PAP berichtet.
Viele Ukrainer leben schon seit Jahren in Polen – vor 2022 waren es Hunderttausende, die dort gearbeitet oder studiert haben. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine kamen dann noch mehr Menschen dazu. Trotzdem kippt die Stimmung gerade.
Innenminister Marcin Kierwinski hat klar gesagt: Die Polizei muss handeln. Auf X hat er geschrieben: "Null Toleranz!" Er betont, dass nicht nur Ukrainer betroffen sind, sondern auch andere Ausländer und sogar Polen, die für Ukrainer gehalten werden.
