Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), ist gegen den Plan, das Rentenalter an die Lebenserwartung zu koppeln – sie will stattdessen Beitragsjahre zählen.
Stell dir vor, alle Menschen in Deutschland müssten länger arbeiten, nur weil die Menschen im Durchschnitt älter werden. Genau das plant eine Rentenkommission der Bundesregierung. Das gesetzliche Rentenalter soll automatisch steigen, wenn die Lebenserwartung steigt. Bis 2041 könnte es so auf 67,5 Jahre klettern. Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, findet diesen Plan falsch.
Ihr Argument: Die Lebenserwartung ist nur ein Durchschnittswert. Sie sagt nichts darüber aus, wie lange ein einzelner Mensch wirklich arbeitet oder wie anstrengend sein Job war. Schwesig will deshalb, dass vor allem die Beitragsjahre zählen. Wer schon mit 20 anfängt zu arbeiten und einzuzahlen, soll nach ihrer Vorstellung auch früher in Rente gehen dürfen als jemand, der erst mit 30 ins Berufsleben startet.
